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Reiseziel Bulgarien

Das topographische Hauptmerkmal Bulgariens ist zweifellos das Balkangebirge, das das Land von Westen nach Osten durchzieht. Nach Norden hin fällt das Gebirge in Form von Hochebenen und Hügelland allmählich zur Donau ab (sie bildet auch etwa 400 km der Nordgrenze zu Rumänien); im Süden bricht der Antibalkan steil zur Maritza-Ebene ab. Südlich der Maritza-Ebene erheben sich die Rhodope-, Pirin- und Rilagebirge mit dem höchsten Berg des Landes, der Mussala (2925 m).

Die natürliche Landschaft, die vor allem in den von Nadel- und Laubwäldern bewachsenen Bergen noch häufig anzutreffen ist, wird in Bulgarien besonders sorgfältig gepflegt. Allerdings hat das Land mit starker Umweltverschmutzung zu kämpfen – besonders die Flüsse, vor allem die Nebenflüsse der Maritza sind belastet.

Durch die Gebirgsketten wird der mildernde Einfluss des Ägäischen Meers deutlich abgeschwächt: es gibt daher kontinentales Klima mit heißen, trockenen Sommern und sehr kalten, häufig schneereichen Wintern. Etwas milder ist das Wetter am Schwarzen Meer, das aber nur einen beschränkten Einfluss aufs Klima ausübt.

Die zweitgrößte Stadt des Landes ist Plowdiw, eine antike griechische Kolonie, die in der Römerzeit Hauptstadt der Provinz Thrakien wurde. An diese Zeit erinnert das großartige Theater, das Kaiser Mark Aurel errichten ließ. Heute ist Plowdiw wichtiges Industriezentrum: Eisen- und Stahl- sowie Metallindustrien sind in der Umgebung der Stadt angesiedelt.
Zu erwähnen ist noch die Warna am Schwarzen Meer – es ist heute eines der wichtigsten und beliebtesten Tourismusgebiete der gesamten Balkanküste.